Dass man heutzutage Nachrichten aus aller Welt via Bildübertragung bekommen kann, ist für die meisten Menschen eine selbstverständliche Angelegenheit. Doch so selbstverständlich wie heute war der Fernseher nicht immer.
Die Entstehungsgeschichte des Fernsehers
Geht man ein wenig in der Zeit zurück, so zeigt sich deutlich schnell, wie früh die Menschen bereits an der Informationsübertragung interessiert waren. Der deutsche Erfinder Paul Nipkow entwickelte bereits im Jahr 1883 ein mechanisches Gerät. Dieses basierte auf einer gelochten Scheibe und brachte damit helle und dunkle Signale zustande, die in Bilder zerlegt werden konnten. Doch auch wenn Nipkow einen großen Anreiz für die Entwicklung der Technologie gab, war es bis zur professionellen Bildbearbeitung- und übertragung noch ein weiter Weg. Weitere Fortschritte fanden erst am Anfang des 20. Jahrunderts statt. In den 1920er und 1930er Jahren entwickelte Ferdinand Braun mechanische Geräte mit Kathodenstrahlröhren. Die entscheidenden Entwicklungsschritte erbrachte jedoch ein Amerikaner, Philo Farnsworth, der 1927 die Kathodenstrahlröhre Brauns nutze, um sie mit einer Kameraröhrezu kombinieren. Damit erzeugte er in einem Laborversuch eine Bildübertragung. Das elektronische Fernsehen war damit erfunden. Doch erst acht Jahre später wurden in Deutschland die ersten Fernsehprogramme für die allgemeine Bevölkerung ausgestrahlt – allerdings noch nicht in Farbe, sondern in Schwarz-Weiß.
Fortschritte und Entwicklung des Fernsehens
Schon zu Beginn war man stetig bemüht an der Technologie des Fernsehers weiterzuforschen. Die ersten Entwicklungen in Sachen Farbfernsehen fanden bereits 1928 durch den Schotten John Logie Baird statt. 10 Jahre später entwickelte Werner Flechsig eine Wirkungsweise zur Erzeugung von farbigen Bildern, die ohne Mechanik laufen konnte: Die Schattenmaskenröhre. Die ersten Farbfernsehbilder wurden der Weltöffentlichkeit im Jahre 1939 auf der Berliner Funkausstellung vorgestellt. Doch erst am 25. August 1967 konnte sich das Farbfernsehen in Deutschland durchsetzen. Der ehemalige Außenminister Willy Brandt drückte an diesem Tag symbolisch auf einen roten Knopf und verabschiedete damit zugleich das Schwarz-Weiß-Fernsehen.
Und auch heutzutage wird die Fernseh-Technologie immer noch weiterentwickelt. Allerdings stehen heute die Verbesserung von Bild- und Tonqualität, als auch die komplette Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen im Vordergrund.
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